EINE KURZE GESCHICHTE ÜBER LIEBE UND TODLaabs Kowalski, Killroy Media, 80 S., 13,00 Euro
Dieses Buch rockt gewaltig! Laabs Kowalski, auch Autor für TV-Formate im Lach- und Spaßgeschichtenbereich, legt mit ?Eine kurze Geschichte über Liebe und Tod? eine extrem kurze, wiewohl ebenso extrem unterhaltsame Erzählung vor. Zwar beginnt die Geschichte etwas zu sehr zwischen Sex und Sentimentalität, aber dann schmunzelt man sich durch die Seiten und später liest man von Lachsalven begleitet weiter. Hintergrund der Story ist Matti, ein Schnösel, dem ohne eigenes Dazutun alles glückt, vor allem die Mädels können gar nicht genug wilden Sex mit ihm haben. Dieses Überangebots überdrüssig will das an den Popliteraten Benjamin von Stuckrad-Barre erinnernde Großmaul sich umbringen und sieht plötzlich, wie sich sein absolutes Gegenteil namens Tom, ein spießiger Bub ohne Sinn für Bier, Schweiß und Sex, erhängen will. Matti rettet Tom und will diesen nun mit Mädels verkuppeln. Das Chaos nimmt also seinen Lauf. Immer mehr wird Tom zum Glücksbuben, während antiproportional dazu Matti eine gewaltige Pechsträhne hat. Abstruse Szenen reihen sich aneinander. Randfiguren, wie eine abgehalfterte Country-Band, schlurfen durchs Bild; ein Cop, der nicht einen mit Waffengewalt bedrohten Wirt hilft, sondern diesem selbst droht, er verliere seine Konzession, wenn er ihn nicht endlich das Konzert hören lasse; zwei großmäulige Nachwuchsgauner, die ihre Knarre verloren haben und denen ein Kioskbetreiber vorwirft, einen Überfall ohne Waffe könne er nicht akzeptieren, sie müssten wieder kommen, wenn sie eine Knarre hätten ... Gut, das klingt alles nicht halb so lustig, wie Kowalski es verpackt, aber man lacht am Ende solide Tränen über all die Absurditäten. Einziges Manko: das Buch erscheint in der eher edel aufgemachten Reihe ?10 + 1 Stories? beim Kleinverlag ?Killroy media? und ist für eine Stunde Lesezeit mit 13 Euro überteuert. Allerdings liest man die Story sicher mehrmals im Leben. Tuberkel Knuppertz |