BLUE SPRING
Japan 2001. R: Toshiaki Toyoda. D: Ryuhei Matsuda, Hirofumi Arai, Sousuke Takaoka u.a. 83 Min. www.artsmagicdvd.com.
Der vorletzte Film von PORNOSTAR-Regisseur Toshiaki Toyoda war BLUE SPRING (sein aktueller heißt 9 SOULS), und ist nach drei Jahren dann doch mal auf DVD erschienen, in diesem Fall handelt es sich um Code 1-Release von Artsmagic (artsmagicdvd.com). BLUE SPRING basiert auf dem Manga von Taiyo Matsumoto und spielt an einer, ähm, typischen japanischen Schule, wo die ausschließlich männlichen Schüler gerade einen neuen Führer gewählt haben, nämlich Kujo, gespielt vom leicht androgynen Ryuhei Matsuda aus Nagisa Oshimas GOHATTO. Tja, und worum geht's? Kein Ahnung, halt die üblichen Machtspiele zwischen Schülern, um ihre Führungsansprüche zu sichern. Wer aber jetzt irgendwelche BATTLE ROYALE-Exzesse erwartet, ist falsch gewickelt, denn wie bereits PORNOSTAR ist auch BLUE SPRING ein eher langweiliger Streifen mit einigen interessanten Einzelszenen, in dem sich der Großteil der Gewalt im Off abspielt. Ebenfalls störend ist, dass die Außenwelt, also das soziale Umfeld der Schüler, so gut wie keine Rolle spielt, und Toyodas Film dadurch zu einem drögen Kammerspiel wird, bei dem einem die Todessehnsucht der durchweg unsympathischen Protagonisten auch nicht mehr nahe geht. Schade, hatte ich mir mehr von versprochen, aber es gibt ja auch Leute, die PORNOSTAR frenetisch abgefeiert haben. Der Soundtrack stammt übrigens von Thee Michelle Gun Elephant und die DVD als solche besitzt ein paar interessante Extras wie ein Interview mit dem Regisseur und einen Audiokommentar von Japan-Fachmann Tom Mes, der interessanter ist als der gesamte Film.
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