CHATO'S LAND
USA 1972. R: Michael Winner. D: Charles Bronson, Jack Palance, Richard Basehart u.a. 110 Min. MGM.
Letztens hatte ich noch einen frühen Charles Bronson-Film gesehen, nämlich Roger Cormans MACHINE-GUN KELLY von 1958, und musste einmal mehr feststellen, was Charles Buchinsky doch für ein exzellenter Darsteller war. Bei CHATO'S LAND (MGM) von 1972 handelt es sich um eine weitere Zusammenarbeit mit Regisseur Michael Winner, allerdings noch vor DEATH WISH. Bronson spielt einen Indianer, der in Notwehr einen rassistischen Sheriff umbringt und anschließend von einem Lynchmob gejagt wird, angeführt von Jack Palance. Bronson dreht den Spieß allerdings um und bringt einen Verfolger nach dem anderen um, da die auf fremden Terrain keine Chance gegen den Indianer haben. Winner, der sicherlich nicht zu tollsten Regisseuren gehört, hat hier eine etwas holprige Vietnam-Allegorie gedreht, die durchaus konsequent und kritisch ist, aber keine wirkliche Tiefe besitzt, was ihre Message betrifft. Im Gegensatz zu Robert Aldrichs inhaltlich vergleichbaren Film ULZANA'S RAID, der ein differenziertes Bild der Gewalt der Indianer zeigt, und der der Soldaten auf der anderen Seite. Dennoch ein durchaus sehenswerter Film, vor allem wegen seines diskussionswürdigen Endes, und als kruder Anti-Western betrachtet durchaus spannend ist.
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