DEMONLOVER
Frankreich 2002. R: Olivier Assayas. D: Connie Nielsen, Chloë Sevigny, Gina Gershon u.a. 129 Min. Concorde.
Olivier Assayas, einige Jahre mit Maggie Cheung liiert, ist ein Beispiel für einen französischen Filmemacher, hinter dessen hübschen Bildern nur die große Leere schlummert. Das ist auch beim jetzt als DVD erschienen DEMONLOVER (Concorde) so, der sogar erst ab 18 ist. Darin geht es um zwei konkurrierende Konzerne, die sich um die Rechte für irgendwelche japanischen Porno-Animes und Internetseiten streiten, inklusive Werksspionage, Mordkomplott und anderer Intrigen. Die knapp zwei Stunden rauschen dank schöner Bilder und einem entspannten Soundtrack von Sonic Youth kurzweilig an einem vorbei, aber Sinn machen will auch dieser Film nicht. DEMONLOVER lebt vor allem von seiner sleazigen Porno-Internet-Thematik, ein bisschen Gewalt und Blut, aber letztendlich kann man damit auch niemanden wirklich schocken, außer vielleicht Gesamtschullehrer und anderes hochgeistiges Publikum. A trendy mix of nothingness, aber vielleicht ist mir dabei auch Assayas' philosophischer Ansatz entgangen, den seine wie Schlafwandler agierenden Hauptdarsteller jedenfalls nicht vermitteln können, darunter Chloë Sevigny, Gina Gershon und Connie Nielsen. Die Nielsen mit ihrer herben Sexyness ist ähnlich gut wie ein Jahr später, also 2003, in BASIC und THE HUNTED, und ist sicherlich DER Hingucker des Films, ansonsten erzeugt DEMONLOVER nicht mehr als distanziertes Interesse, es sei denn man ist ein Fan von solchem High Tech-Schnickschnack.
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