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MR IN-BETWEEN

MR IN-BETWEEN


UK 2001. R: Paul Sarossy. D: Andrew Howard, Geraldine O'Rawe, David Calder u.a. 98 Min. Universal.

Paul Sarossys MR IN-BETWEEN (Universal) von 2001 gilt dafür jetzt schon als einer der unterbewertetsten Streifen der letzten Jahre, und kam bei uns auch endlich mal unter dem Titel A MURDER BALLAD heraus. Ich habe es schon immer gehasst, wenn in Deutschland englische Titel durch andere englische Titel ergänzt werden, in diesem Fall sollte eine Verbindung zu Nick Cave hergestellt werden, aber ob das beim Großteil der Konsumenten auch wirklich ankommt ... Der Kanadier Sarossy ist eher als talentierter Kameramann bekannt, zum Beispiel legte er bei den Filmen Atom Egoyans Hand an oder bei Paul Schraders AFFLICTION, was man seinem elegant bebilderten Regiedebüt auch deutlich anmerkt, das Thriller-Elemente mit ANGEL HEART-Mystizismus verknüpft. Der emotionslose Profikiller Jon träumt darin vom bürgerlichen Leben, was seinen Auftraggeber und väterlichen Freund, den Tätowierten Mann wenig begeistert. Als er seinen alten Schulfreund Andy wiedertrifft, und dadurch auch eine alte Jugendliebe, die jetzt mit Andy verheiratet ist, bekommt sein geordnetes Leben Risse. Denn Bennet, eisig gespielt von Andrew Howard, verlässt die bisherige Unterwelt seines Killerdaseins und wendet sich den normalen Menschen der Oberwelt zu, und erfährt, was Liebe ist, und auch den damit verbundenen Schmerz. Sarossys kunstvolle Geschichte bekommt dadurch die Dimension einer großen griechischen Tragödie, wo der Tod letztendlich als alleiniger Sieger das Schlachtfeld von Bennets inneren Konflikten verlässt, da die Hölle des Tätowierten Mannes nicht so einfach von seiner Seele lassen will. Ein kleiner Hit mit dem Potential zum Kultfilm, aber vielleicht schon wieder zu unspektakulär und nachdenklich, um ein wirklich großes Publikum zu erreichen. Angucken!

 
Beitrag von: erstellt am: Nachricht an:
Thomas Kerpen 17.09.2004 Thomas Kerpen
 
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