PAYCHECK
USA 2003. R: John Woo. D: Ben Affleck, Aaron Eckhart, Uma Thurman u.a. 119 Min. Universal.
Ich glaube, in einer Sache wird mir jeder Recht geben: Einer der momentan schlechtesten Darsteller in Hollywood ist Ben Affleck. Der Typ kann ja gar nichts, außer vielleicht ganz gut aussehen, aber so richtig interessant ist dieser Milchbubi-Look auch nicht. In PAYCHECK (Universal), dem neusten kreativen Waterloo von John Woo, kann Affleck dann auch die geballte Ladung seines Nichtkönnens voll entfalten. Aber es liegt nicht nur an Affleck allein, dass sich PAYCHECK nahtlos in die Reihe verunglückter Philip K. Dick-Adaptionen einfügt. Auch hier fiel dem Drehbuchautor nicht besseres ein, als aus Dicks Vorlage einen lieblosen Action-Film zu zimmern, der wie ein Bastard aus TOTAL RECALL und MINORITY REPORT auf B-Film-Niveau wirkt. Affleck ist auf der Suche nach seiner Erinnerung, was Woo reichlich Gelegenheit gibt, wilde Verfolgungsjagden zu inszenieren. An seiner Seite Uma Thurman, der es bei diesem Film fast gelingt, sämtliche Sympathien, die man nach KILL BILL für sie hegte, durch diese Action-Sci-Fi-Gurke wieder zu verspielen. Man kann manchmal kaum hinschauen, wie sich die Gute hier in die Niederungen billigen Schmierentheaters begibt, wodurch PAYCHECK noch zu einem echten Gruselfilm wird.
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