RING - SPIRAL
Japan 1998. R: Jôji Iida. D: Koichi Sato, Miki Nakatani, Yutaka Matsushige u.a. 97 Min. e-m-s.
In Sachen Fortsetzungen hieß in Japan der kommerzielle Überflieger natürlich RING, von dem ein Sequel und ein Prequel entstanden, die auch hierzulande herauskamen und natürlich auch in den Staaten flott mit einem Remake bedacht wurden. Jetzt gibt es auch noch RING - SPIRAL (e-m-s) auf DVD, den vierten Teil der Serie. So steht es auf der Hülle, aber es handelt sich dabei um eine glatte Lüge, denn Jôji Iidas (ANOTHER HEAVEN) Film RASEN kam parallel mit RING 1998 in die japanischen Kinos und ist die eigentliche Fortsetzung von Hideo Nakatas Erfolgsfilm. Dass RASEN wie der kleine behinderte Bruder, den man auf dem Dachboden versteckt, behandelt wird, hängt damit zusammen, dass der Film in Japan ein Flop war und deshalb ganz schnell ein anderes Sequel fabriziert wurde. Das kann man auch ganz gut nachvollziehen, denn RING - SPIRAL ist nach einem recht starken Anfang ein ziemlich wirres Ding, und verletzt an einigen Stellen die Elemente, die RING zu so einem Erfolg gemacht hatten, vor allem was die Entmystifizierung von Sadakos Videofluch angeht. Ansonsten setzt RASEN direkt am Ende des ersten Teils an, denn der Pathologe Mitsuo Ando (Koichi Sato aus GONIN) muss die Leiche seines Freundes Ryuji Takayamas obduzieren, der Ehemann der Journalistin aus RING, der Opfer des Fluchs wurde, was den Doktor selbst auf die Spur des mysteriösen Videos bringt. Fans der Reihe sollten den Film auf jeden Fall mal anschauen, auch wenn er weniger erschreckend ist (was in meinen Augen sowieso keiner der RING-Filme wirklich ist), zu sehr mit offenen Karten spielt und dadurch nicht wirklich überzeugen kann.
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