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DIE TODESKARTEN DES DR. SCHRECK

DIE TODESKARTEN DES DR. SCHRECK


UK 1965. R: Freddie Francis. D: Christopher Lee, Peter Cushing, Donald Sutherland u.a. 98 Min. Koch.

Neben Hammer waren in den 60ern und 70ern in England noch andere Firmen im Horrorbereich aktiv wie etwa Tigon oder Amicus. In der Amicus-Produktion DIE TODESKARTEN DES DR. SCHRECK (Koch) aus dem Jahr 1964 gibt es dann auch eine echte Hammer-Konstellation: Regie Freddie Francis, in den Hauptrollen Christopher Lee und Peter Cushing. Ein unterhaltsamer Episodenfilm, der eigentlich DR. TERROR'S HOUSE OF HORRORS heißt, in dem tatsächlich ein gewisser Dr. Schreck seinen fünf Mitreisenden in einem Zug mit Hilfe von Tarot-Karten ihre unerfreuliche Zukunft zeigt, die bevölkert ist von Werwölfen, aggressive Pflanzen, Voodoo-Zauber, abgetrennten Körperteilen und Vampiren. Die unerfreulichste Überraschung ist allerdings die wahre Identität von Dr. Schreck, schön finster von Peter Cushing gespielt. Trotz einiger Schwächen ein schönes Beispiel für britischen Horror dieser Zeit, der auf der DVD mit dem Audiokommentar von Freddie Francis ? der tatsächlich noch am Leben ist ? und zwei deutschen Synchros versehen wurde, die aber beide schrecklich sind. Die fürs Kino geht halbwegs, aber auch die ist eine echte Vergewaltigung der tollen Originalstimmen von Cushing und Lee.
Die Tigon-Produktion BLOOD ON SATAN'S CLAW bzw. IN DEN KRALLEN DES HEXENJÄGERS (Koch) von 1970 soll eine Art Fortsetzung zu Michael Reeves' hervorragendem Hexenjäger-Film WITCHFINDER GENERAL mit Vincent Price sein, ist allerdings noch weniger um historische Genauigkeit bemüht. Ein junger Bauer gräbt einen mit Fell überzogenen Schädel aus, und plötzlich geschehen in dem Dorf seltsame Dinge, denn die Kinder schließen sich zu einer Art Satanskult zusammen, bis der Richter des Dorfes dem haarigen Spuk ein Ende macht. Regisseur Piers Haggard, übrigens ein Nachkomme von Schriftsteller H. Rider Haggard, hat hier einen sehr atmosphärischen Horrorfilm geschaffen, der erstaunlich blutig ist, und durch die starke Einbeziehung der ländlichen Gegend durch sehr viele Außenaufnahmen besticht. Definitiv einer der besseren Filme über Hexenwahn und Satanskulte, zumal hier Satan höchstpersönlich auftaucht, was allerdings nicht so richtig überzeugend ist, da macht sich das schmale Budget dann doch bemerkbar. Auf der DVD gibt es neben dem Trailer einen Audiokommentar von Drehbuchautor Robert Wynne-Simmons, Regisseur Piers Haggard und Hauptdarstellerin Linda Hayden. Für Fans britischen Horrors eine unumgängliche Anschaffung.

 
Beitrag von: erstellt am: Nachricht an:
Thomas Kerpen 20.09.2004 Thomas Kerpen
 
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