LADY TERMINATOR
Indonesien 1988. R: H. Tjut Djalil. D: Barbara Anne Constable, Christopher J. Hart, Claudia Angelique Rademaker u.a. 82 Min. www.mondomacabrodvd.com
Indonesien, auch so ein fantastisches Filmland, vor allem in den 80ern eine Fundgrube für den Fan kruden Trashs. So ein Fall ist auch LADY TERMINATOR aus dem Jahr 1988. Und man muss nicht unbedingt Einstein heißen, um eine Ahnung davon zu haben, woran sich Regisseur dabei orientiert haben könnte. Darin ergreift der Geist einer sagenhaften, sexuell überaktiven Südseekönigin in der Jetztzeit Besitz von einer Anthropologin, die sich daraufhin bewaffnet mit einer AK-47 in eine unaufhaltsame Killermaschine verwandelt, aber auch diversen notgeilen Männer beim Sex zum Verhängnis wird. Natürlich haben wir es hier mit indonesischen Variante von James Camerons TERMINATOR zu sein, allerdings durch Indonesische Volksmythen etwas abgewandelt. Aber Szenen wie die Schießerei in einem Nachtklub, die Entfernung eines Augapfels oder das Massaker in einer Polizeistation sind ganz klar bei Cameron entliehen. Normalerweise bin ich kein Freund solcher Baddies, aber LADY TERMINATOR ist schon eine Klasse für sich, eine heikle Mischung aus Sex und Gewalt, dämlichen Dialogen (mit einem wirklich grauenhaften Dubbing) und Null-Budget, die allerdings aufgrund ihrer Konsequenz einen Heidenspaß macht, inklusive von Sätzen für die Ewigkeit wie "I'm not a lady, I'm an anthropologist!" oder der Tagline "First she mates ... then she terminates". Mondo Macabro präsentiert diesen gnadenlos exploitativen Partyfilm, der in seinem Heimatland verboten war, in seiner ungeschnittenen Pracht. Dazu gibt es noch eine sehr interessante Doku über den Indonesischen Horrorfilm an sich, die einem einen Einblick in die Entwicklung der dortigen Filmindustrie beschert. In Deutschland kursierte der Film übrigens auf Video von Highlight als NASTY HUNTER - TERMINATOR LADY, allerdings bin ich mir nicht sicher, inwiefern diese Fassung komplett war, die auch schon mal im Privatfernsehen zu bewundern war.
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