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Ein Politthriller, in dessen Mittelpunkt die ETA steht und mit Eduardo Noriega auch noch einen hochkarätigen spanischen Hauptdarsteller aufzuweisen hat. Klingt gut, ist es aber im Fall von Miguel Courtois? EL LOBO (e-m-s) nur bedingt. Basierend auf wahren Begebenheiten zeigt Courtois, wie ein baskischer Bauarbeiter in den 70ern die ETA unterwandert, in den letzten Tagen der Diktatur Francos, und der dabei immer mehr zum Spielball der Interessen des Geheimdienstes wird. EL LOBO bemüht sich dabei um Realismus und eine nüchterne, ambivalente Darstellung des Konflikts zwischen Staat und Terroristen, verstrickt sich aber in die üblichen Stereotypen, die das Politthriller-Genre in Sachen ?Action & Romance? so bereithält. Akkurat mag der Film sein, leider allerdings auch ziemlich fade und mit seiner Laufzeit von gut zwei Stunden aufgrund einer biederen TV-Film-Umsetzung nur begrenzt unterhaltsam ? so weit ein Film mit diesem Thema das überhaupt sein darf. EL LOBO unterscheidet sich dabei auch nur wenig von anderen Werken, die sich etwa mit der IRA beschäftigen, und bleibt eigentlich in allen Belangen ziemlicher Durchschnitt, auch wenn er vielleicht die richtigen Fragen stellen mag. Selbst Noriega wirkt etwas farblos, auch wenn er dem Film noch seine stärkeren Momente beschert, dessen Umsetzung hinter seiner inhaltlichen Courage hinterherhinkt.