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BROKEN FLOWERS

(USA/Frankreich, 2005)

Inzwischen ist Jim Jarmuschs aktueller Film BROKEN FLOWERS (Universum) auch auf DVD als umfangreiche Special Edition erschienen, allerdings kein wirklich großer Wurf, aber durchaus ansehbar. Eher mal eine nette One-Man-Show, ein Roadmovie-Trip in die Vergangenheit, wo Bill Murray mit ähnlich sentimentaler Miene wie in LOST IN TRANSLATION einen gewissen Don Johnston spielt, der gerade von seiner Freundin (Julie Delpy) verlassen wurde und zeitgleich einen Brief bekommt, in dem steht, dass er einen Sohn hat und dass dieser auf dem Weg zu ihm ist, da er seinen Vater gerne kennen lernen möchte. Auf Anraten seines Nachbarn macht sich Murray leicht widerwillig auf und klappert seine vier Ex-Freundinnen ab, darunter Sharon Stone, Jessica Lange und Tilda Swinton, um der Sache auf den Grund zu gehen. Dabei kommt es natürlich zu sehr amüsanten, schrägen Begegnungen, die aber letztendlich zu nichts führen, weswegen Jarmusch den Zuschauer mit einem etwas unbefriedigenden, verquasten Ende entlässt. Bis dahin ist BROKEN FLOWERS allerdings ein durchaus sehr amüsanter Film mit leiser Komik, allerdings auch sehr emotionslos, der ganz klar von Bill Murrays stoischer Performance profitiert ? auch wenn seine Figur einem den ganzen Film über fremd bleibt. Hinzu kommt ein geschmackvoller Soundtrack, mit einem großartigen Song der Greenhornes zusammen mit Holly Golightly und äthiopischem Jazz aus den 70ern.

 
Beitrag von: erstellt am: Nachricht an:
Thomas Kerpen 14.08.2006 Thomas Kerpen
 
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