CRY_WOLF
(USA, 2005)
Für manche Leute ist Jeff Wadlows CRY_WOLF (e-m-s) von 2005 ein ungemein spannender, intelligenter Genre-Beitrag, für andere inhaltlich aufgeblasener, langweiliger Quatsch, der auf ein irrsinnig unmoralisches Ende hinausläuft, das dem Film aber seine vorherige fehlende Spannung auch nicht zurückgibt. Ich zähle mich eher zur zweiten Gruppe, aber vielleicht kommen mir ja auch einfach nur irgendwelche Teenager-Horrorfilmchen wieder zu den Ohren raus, wobei CRY_WOLF halt eben cleverer als der Rest sein will, ein bemüht satirischer Umgang mit dem Slasherfilm wie auch bei SCREAM. Es geht um eine paar unsympathische schnöselige Schüler eines schicken Internats, die ein dusseliges Spiel betreiben, wo sie irgendwelche Lügengeschichten erfinden, was nicht wirklich überzeugend vermittelt wird. Jedenfalls ist der nächste Kick, die ganze Schule mit einzubeziehen, indem ein Killer erfunden wird, der aber plötzlich tatsächlich auftaucht und wie gehabt nach der Reihe die Kinderchen abmurkst, allerdings in PG-13-Manier ziemlich unblutig, was bei uns nicht mehr als FSK 16 gibt. Die große Überraschung ist dann, wer der Killer ist, aber wer will das nach drögen 90 Minuten eigentlich noch wissen? Fast ein wenig symptomatisch, dass hier Jon Bon Jovi mitspielt, der aber immer noch besser ist als die ganzen gesichtslosen Teenager-Nobodys dieser Schlaftablette im Widescreenformat. Ebenfalls seltsam ist, dass hier Doug Liman als Executive Producer auftaucht. |