KING KONG
WÄCHTER DER NACHT
CATWEAZLE
Ich könnte diesmal glaube ich locker die nächsten drei Seiten darauf verwenden, mich in allen Einzelheiten über Peter Jacksons KING KONG aufzuregen, mit dem sich der Herr in meinen Augen wirklich komplett disqualifiziert hat ? und meine Begeisterung für HERR DER RINGE hielt sich auch schon in Grenzen. Dieser Film ist, mal abgesehen davon, dass er zu lang ist, auch so vollgestopft mit lächerlichem, unlogischen Unsinn, dass sich einem dabei die Fußnägel aufrollen ? was wirklich kein schöner Anblick ist ?, nachdem man nach gut einer Stunde sogar noch hoffnungsvoll einem epischen, modernen Abenteuerfilm entgegengeblickt hatte, der sich dann in den darauf folgenden weiteren zwei Stunden selbst demontiert und dem Original von 1933 nichts gehaltvolles hinzufügen kann, außer miserablen CGI-Effekten auf Spielkonsolen-Niveau. Da war ja John Guillermins KING KONG von 1976 besser, und die Effekte bei JURASSIC PARK, mittlerweile 13 Jahre alt, irgendwie wesentlich überzeugender. Mit 200 Millionen Dollar hätte man wirklich sinnvollere Dinge anstellen können. Da man bei Universal vorausgesetzt hatte, dass jeder diesen Unsinn schon kannte, gab es per Post nur die ungemein spannende Bonusdisk, womit sich eine Besprechung dann erledigt hätte. Oder war das jetzt bereits eine?
Was hab ich in der letzten Ausgabe gesagt?! Kurz vor Veröffentlichung der Ausgabe 65 Ende März tauchte zu WÄCHTER DER NACHT auf schnittberichte.com ein detaillierter Vergleich der russischen mit der internationalen Fassung des Films auf. Da kommt ein wirklich akribischer Mensch zu dem Ergebnis, dass sich beide Fassungen um acht Minuten unterscheiden und dass es 91 Schnitt-Veränderungen, darunter neun größere Dialogänderungen, bei sonst fast identischem Bildmaterial gab. Was besser oder schlechter ist, kann man gar nicht wirklich sagen, beide Fassungen funktionieren irgendwie, da muss sich wohl jeder selbst ein Bild von machen. Komischerweise tauchte neben diversen Bootlegs inzwischen auch eine weitere offizielle russische DVD des zweiten Teils DAY WATCH für den amerikanischen Markt auf, diesmal mit englischen Untertiteln, die sich auf ebay von besagten Bootlegs eigentlich nur dadurch unterscheiden lässt, dass ausschließlich der russische Titel auf dem Cover steht und natürlich alles andere auch auf russisch ist. Der zweite Teil ist allerdings nicht weniger verwirrend als der erste, ist aber auf seine konfuse Art schon sehr sehenswert.
Ach ja, inzwischen ist auch die zweite 13-teilige Staffel von CATWEAZLE bei Koch Media erschienen, wieder in einem schönen Digi-Pack in Buchform und versehen mit einem 36-seitigen Booklet mit jeder Menge Hintergrundinformationen. Der schrullige Hexenmeister Catweazle schafft diesmal tatsächlich den Sprung in die Vergangenheit, allerdings zwingen ihn die Normannen erneut zur Flucht und er landet im England des Jahres 1970, wo er mit ähnlichen Situationen wie in der ersten Staffel konfrontiert wird und sich mit den technischen Innovationen der Moderne herumplagen muss. Für Nostalgiker und große Kinder nach wie vor ein großer Spaß, wobei allerdings Geoffrey Bayldon als Catweazle der Einzige ist, der aus der ersten Staffel übrig geblieben war, was die grundsätzliche Qualität der Serie aber nicht mindert.
|