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MIRRORMASK

(UK/USA, 2005)

Wenn zwei Stars der Comicszene, Dave McKean und Neil Gaiman, unter Mithilfe der Jim Henson Company zusammen einen Film drehen, erzeugt das durchaus eine gewisse Erwartungshaltung, eine, die MIRRORMASK (Sony Pictures) nur bedingt einlösen kann. Im Mittelpunkt steht das 15-jährige Mädchen Helena, Mitglied einer Zirkusfamilie. Nach einem Streit mit ihrer Mutter landet diese plötzlich im Krankenhaus und Helena fühlt sich dafür verantwortlich, weil sie ihrer Mutter zuvor den Tod gewünscht hatte. Dieses Trauma führt dazu, dass sich das Mädchen plötzlich in der Fantasiewelt ihrer Zeichnungen wiederfindet, ein Paralleluniversum, wo auch die Menschen ihrer realen Lebensumwelt auftauchen und wo sie in symbolhafter Weise wie in einem klassischen Märchen das Leben ihrer Mutter rettet. McKean und Gaiman haben hier Motive von ALICE IN WONDERLAND, PAPERHOUSE, TIME BANDITS und WIZARD OF OZ zusammengemischt ? das durchaus witzig, intelligent und originell ?, schaffen es aber dennoch nicht, dem sehenswerten visuellen Reichtum ihrer immer wieder überraschenden CGI-Welten auch inhaltlich etwas adäquates entgegenzusetzen. MIRRORMASK ist keinesfalls lieblos gemacht, berührt einen auf einem emotionalen Level aber kaum. Und so kann ein gutes Märchen einfach nicht funktionieren, da können die Bilder noch so schön sein ? ?Hieronymus Bosch out of an acid trip?, wie es jemand recht treffend genant hatte.

 
Beitrag von: erstellt am: Nachricht an:
Thomas Kerpen 15.08.2006 Thomas Kerpen
 
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