PUERTO VALLARTA SQUEEZE
(USA/Mexiko, 2004)
Arthur Allan Seidelmans 2004 entstandener PUERTO VALLARTA SQUEEZE (MC One) ist einer dieser Filme, bei dem man sich fragt, wie drei sehr sympathische Darsteller wie Scott Glenn, Harvey Keitel und Craig Wasson in so ein recht schwaches Werk geraten konnten. Wobei PUERTO VALLARTA SQUEEZE eigentlich noch ganz nett beginnt: Glenn spielt den CIA-Killer Clayton Price, der es bei seinem Auftrag in einem mexikanischen Städtchen etwas übertreibt, weil er neben seinem eigentlichen Ziel noch direkt jemanden mit ausschaltet, mit dem er eine persönliche Rechnung offen hatte. Das hören seine Vorgesetzten gar nicht gerne, die ihm Keitel als CIA-Agenten Walter McGrane hinterher schicken, während Price mit einem Pärchen als Chauffeur versucht, das Land zu verlassen. Daraus entwickelt sich zu Beginn ein durchaus humorvolles und solide inszeniertes Roadmovie, wo Glenn den stoischen, gefühlskalten Berufskiller gibt, aber im Laufe des Films seine Gefühle für die Partnerin seines Fahrers entdeckt, wo Seidelman immer mehr in unangenehm gefühlsduselige Gefilde abdriftet und aus dem Actionfilm eine Seifenoper wird. Und das ist sehr bedauerlich, denn schauspielerisch leisten Glenn, Keitel und Wasson gute Arbeit, werden aber zum Opfer des dämlichen Drehbuchs, das die innere Wandlung des Killers als billiges Schmierentheater inszeniert, inklusive eines pathetischen, unglaubwürdigen Endes, wo Seidelman völlig aus den Augen verliert, dass sein Film ja mal so eine Art Actionfilm sein wollte. Ein Film voller verschenkter Möglichkeiten. |