MOON INVADERS, LOVEBOATS
23.02.08 Mainz-Kastel, Reduit
Zehn Jahre bereits finden in der Reduit regelmäßig Ska-Konzerte statt, ein etabliertes Event ohne Überraschungsmoment. Wer sich mit Ska in Deutschland über einen längeren Zeitraum auseinandersetzt, wird sehr schnell über die Reduit stolpern und feststellen, dass die Veranstalter auf traditionellen Ska, Reggae und Rocksteady setzen. Der Großteil des Publikums dankt es ihnen. Den belgischen MOON INVADERS gelingt der Spagat zwischen Tradition und Moderne. Nur deshalb besuchte ich an diesem Abend das Konzert, da ich ansonsten mehr die aggressivere Seite des Offbeats bevorzuge. Als Support fungierten THE LOVEBOATS. Musikalisch routiniert und angenehm, wenn auch alles andere als aufregend, dennoch sympathisch und unterhaltsam, versuchten sie das schläfrige Publikum für sich zu gewinnen, was ihnen nur bedingt gelang. Trotzdem eine gelungene Vorstellung, die leider kaum gewürdigt wurde. Ganz anders bei den MOON INVADERS, die eine Mischung aus Rocksteady, Ska und Soul mit minimalen rockigen Elementen präsentierten, die nicht zuletzt durch den rauhen Leadgesang zum Tragen kamen,. Erst jetzt kam der Ska-Mob endlich etwas in die Gänge. Längst bin ich Verfechter von Konzerten ab 14.00 Uhr nachmittags. Vielleicht würde ein potenziell jüngeres Publikum unter sechzehn Jahren für etwas mehr Stimmung sorgen? Mein Bedarf an Konzerten, pardon, an Publikum dieser Art ist echt gestillt. An was eigentlich sollten wir uns noch erinnern, wenn die Floskel mal wieder kommt "Remember the spirit of '69"? Willkommen zum Tanztee in der Reduit zu Mainz-Kastel. Gute Nacht, John Boy. Simon Brunner
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