WOFÜR GUNTRAM DAS HAUS VERLIESS ...04.03.08 Köln, Sonic Ballroom
Ziemlich kurzfristig anberaumt spielten WHITE FLAG im Sonic Ballroom, wo ich sie vor einigen Jahren bereits erleben durfte. Diesmal hatte Pat Fear neben Langzeitmitglied Trace Element noch El Swe (Chips Kiesbye von den Schweden SATOR) an der Gitarre und Kim Crimson (Ken Stringfellow von den POSIES) am Bass als Band dabei. Zunächst aber nervten die PORNO DOLLS mit übelstem Proberaum-Uffta-Uffta-Gerumpel und einem Sänger, der sich nach drei Liedern die Kleider vom Leib riss und uns die Hühnerbrust präsentierte, was zu vereinzelten "Anziehen!"-Rufen führte. WHITE FLAG waren dann die Macht. Mit einer unglaublichen Spielfreude spielten sie Songs aus allen Phasen der Band, zumeist auf Zuruf, aber das von mir geforderte "Zero hour" wurde erneut unterschlagen. Schade, ist es doch eins meiner zehn Lieblingslieder schlechthin. Im Juni und Juli erneut auf Tour. Nicht verpassen! 07.03.08 Köln, Sonic Ballroom. Wenige Tage später platzte der Sonic Ballroom beim Abschiedskonzert von NOTHING IN COMMON aus allen Nähten. D.H. und FOR THE DAY waren auch dabei, und vor allem FOR THE DAY überzeugten mich auf ganzer Linie. Man merkt der Band an, dass sie die Musik nur noch als Hobby ohne große Ambitionen betreibt, was sie verdammt entspannt wirken lässt. Ganz groß! NOTHING IN COMMON schließlich wurden gnadenlos abgefeiert und spielten alle ihre Hits. Frontmann Lisse verlor bei dieser Gelegenheit gleich noch einen Zahn, als die wogende Menge ihm das Mikro gegen das Gesicht schlug. Ein großartiges Abschiedskonzert einer großartigen Band. 15.03.08 Neuss, Dr. John. Eine Woche später lockte mich dann die Tatsache, dass Kollege Janosch seinen Live-Einstand als Gitarrist bei LIFESAVER geben sollte, ins Dr. John nach Neuss. Für fanfreundliche null Euro wurde man eingelassen und die eingesparten Münzen direkt in Bier umgesetzt. Zunächst aber spielten COBRA JIM aus Düsseldorf, von denen ich noch nie gehört hatte, die mich aber mit einem mitreißenden Gig zum Fan machen sollten. Musikalisch ging es in die SOCIAL DISTORTION-auf-Speed-Richtung, wobei gerade der Sänger/Gitarrist absolut überzeugen konnte. Geil! LIFESAVER rückten dann optisch viel näher an SOCIAL DISTORTION heran und Janosch machte seine Sache gut, aber wirklich überzeugend war es nicht, dafür war der Sänger/Gitarrist viel zu selbstverliebt und mehr auf coole Posen bedacht als auf coole Songs. 27.03.08 Köln, Palladium. Da mir das Ticket zu Weihnachten geschenkt wurde, machte ich mich auf nach Köln, um mir die DROPKICK MURPHYS anzuschauen. Offensichtlich war das Palladium ausverkauft, denn der Einlass dauerte einige Zeit. Zunächst musste ich mit EMSCHERKURVE77 und den BROILERS zwei Bands über mich ergehen lassen, die bislang musikalisch an mir vorbeigingen, und dies auch weiterhin tun werden. Selten so eine uninspirierte Streetpunkscheiße gehört. Viele Anwesende sahen das aber anders. Richtig cool wurde es, als unmittelbar vor dem Auftritt der DROPKICK MURPHYS "Wolfpack" von der Bostoner Semi-Legende DYS aus den Boxen tönte. Ob dies Absicht war? Jedenfalls war es Gänsehaut-Feeling pur! Dann wurde es unheimlich. Ich wusste gar nicht, dass die DROPKICK MURPHYS inzwischen so groß geworden sind. Die Menge feierte sie von der ersten bis zur letzten Sekunde hemmungslos ab, aber "Blackout" haben sie leider nicht gespielt. 26.04.08 Trier, Ex-Haus. Jenz rief nach Trier, um seinen 40. Geburtstag im Rahmen der Fanzine-Release-Party des Inside Artzines mit Ausstellung und zwei Bands zu feiern. Die ausgestellten Werke von Künstlern aus aller Welt waren wie immer extrem lebensbejahend und nichts für zart besaitete Gemüter. Als Erstes spielten die extrem genialen HURRICANS REVENGE aus Trier, die mir mit ihrem heißen Punk'n'Roll-Gebräu gut gefielen. THE DISLIKED aus dem nahen Luxemburg langweilten dann aber leider mit Skapunk. Guntram Pintgen
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